Montag, 7. April 2008

Nicht totzukriegen. Nicht, dass es jemand versucht hätte, aber...

So Leute, da bin ich wieder. Zurück von der Oster-AP (zur Aufklärung an alle, AP = Arbeitsphase , nicht etwa „Alete-Probeessen“ oder „Alles-Prima“ oder was auch immer…). Ich weiß nicht, warum, aber auf gewisse Art und Weise haben Oster-APs den Hang dazu, erstens erstaunlich skandalträchtig und zweitens emotional kompliziert zu sein. Ich muss hinzufügen, dass ich diesmal dem Himmel sei dank weder in ersteres noch letzteres großartig verwickelt war, jedenfalls nicht in Bezug auf das Orchester, und ich bin ob dieser Tatsache doch sehr erleichtert (habe mir vorhin die Blogeinträge von vor einem Jahr durchgelesen und festgestellt, dass sich die Lage um einiges stabilisiert hat!).
Aber mal im Ernst, es war wirklich mal wieder einiges äußerst sinnlos und dumm (Türklinken, Klospülungen etc. zerstören, irgendjemand hat wohl ne Anti-Aggressionstherapie bitter nötig, des weiteren Besäufnisse der Extraklasse, wie gesagt, was bin ich froh, diesmal nicht mit von der Partie gewesen zu sein, wenn ich dran denke, dass nicht nur Erinnerungen hochkommen können.) und anderes einfach nur kompliziert. Ich habe den Eindruck, dass das Herz manchmal traurigerweise ein dummes Wesen ist, zumindest, wenn zwei Personen partout nicht auf einen Nenner zu bringen sind.

Ich höre mal wieder English Summer Rain, seit einem Jahr Hold your breath and count to ten and start again, start again, start again, start again -

Musikalisch gesehen war die Sache äußerst erfolgreich. Ich war zu Anfang etwas skeptisch ob des enorm anspruchsvollen Programms (Bruckner 7. und Haydn Trauersymphonie). Diese Skepsis wurde durch den Dozenten der 1. Geigen noch verstärkt – ich kennen niemanden, der dermaßen viele Anekdoten erzählt, was auf die Dauer wirklich anstrengend sein kann!
Aber der Dirigent – Martin Lukas Meister – hat unglaublich gute Arbeit geleistet, auch was die stilistischen Unterschiede zwischen Haydn und Bruckner angeht. Das Ende des zweiten Satzes der Bruckner-Symphonie (die insgesamt übrigens 70min. oder so dauert, ich will uns ja hier nicht loben, aaaaber – jajaja ist ja schon gut.) war schon ne sehr emotionale Sache in den Tutti-Proben…
Die Konzerte liefen denn auch alle ziemlich gut (vor allem das zweite).

Weitere Erkenntnisse der letzten Zeit so im Allgemeinen (mir geht im Moment doch recht viel durch den Kopf, von dem, was im Moment so passiert bzw. passiert ist…) – es gibt unterschiedliche Typen von Freundschaften [jaaaa klar, alles schon gehört, oberflächliche und die „richtigen“ Freundschaften, blaa blaa] nein, das mein ich jetzt nicht. Oberflächliche Freundschaften gehen mir in letzter Zeit sowieso sehr auf den Keks und dementsprechend nervt es mich auch, dass gewisse Leute in meinem Umfeld dem Anschein nach immer oberflächlicher werden. Was ich sagen wollte: (Wen es nicht interessiert, da oben rechts in der Ecke gibt’s ein Kreuz, falls es selbst nach intensivem Reiben mit Putztuch und Glasreiniger nicht weggehen sollte, kann man draufklicken) Es gibt so Freundschaften, in die man förmlich „hineinstolpert“, fällt oder was auch immer. Man lernt sich schnell kennen und versteht sich auf Anhieb, erzählt sich sein Leben, teilt Ängste, Sorgen, alles miteinander und das Ganze hat etwas von einer Explosion, weil man nach einiger Zeit merkt, dass es nicht mehr funktioniert, auf einmal ist einer eifersüchtig, man lernt andere Leute kennen, wie dem auch sei, plötzlich knirscht es und funktioniert nicht mehr. Und wenn man Pech hat, streitet man sich am Schluss. Dann gibt’s Freunde, mit denen man jedes Pferd klaut (wirklich jedes), vielleicht funktioniert man nicht sofort als Seelenklempner, aber es entwickelt sich so und irgendwann kommt so ein Punkt an dem man einfach richtig dicke ist und es auch mal aushält, wenn der andere so richtig angekotzt ist… und es gibt Freundschaften, die nach Jahren im Sand verlaufen, weil keine Gemeinsamkeiten mehr da sind. Meistens irgendwie traurig, wenn man das feststellt. Kann das jemand nachvollziehen? (Von den verlorenen Persönchen, die hier ab und zu vorbeikommen…dezentes Räuspern…)

Haben wir mal wieder was Tefgründiges geschrieben. Ich bin immer am Überlegen, ob ich das überhaupt „veröffentlichen“ soll, aber da das hier ja eh keine Tageszeitung mit hoher Auflage ist… Und das meiste verstehen auch nur die Leute, die es verstehen sollen. Dass gerade die es oft nicht lesen, macht ja jetzt nichts. Klingt fast ein wenig deprimierend, dass es Dinge gibt, die die etwas angehen, die sie nicht mitbekommen. Bla. Werden anderswo Sachen zu Papier gebracht, die mich betreffen, die ich aber nicht lese, weil ich nicht weiß, wo sie stehen? Interessanter Gedanke. Jetzt, wo ich drauf komme – hier stehn äußerst viele Sachen von dieser Sorte… Nuuuunja.

Morgen mein eigentlicher erster Schultag – heute wegen Hustens mal daheim geblieben. Ich hab sowas von keine Lust drauf… Wie gesagt, vieles nervt mich einfach zu sehr, als dass ich mich da noch wohl fühlen könnte… Muss morgen mal fragen, wann die Kursfahrt ist, es kann gut sein, dass ich ein Konzert zugesagt habe, dass in dieser Zeit liegt. Immer dieses Unterbewusstsein.

Denkprodukt Numero 1

Everything, everything's magic!!

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